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EFH Tuggen

Vorprojekt, Grundstücksanalyse

Eine Bauherrschaft in Tuggen (SZ) prüfte, ob ein bestehendes Einfamilienhaus so umgebaut werden kann, dass zwei eigenständige Wohneinheiten für unterschiedliche Generationen entstehen. Ziel war eine sinnvolle Nutzung der vorhandenen Substanz, die Aktivierung von Reserven und eine langfristig tragfähige Lösung für beide Parteien.

Einfamilienhaus in Tuggen SZ im Rahmen eines Umbaus und einer Umnutzung zu zwei Wohneinheiten

Einfamilienhaus in Tuggen SZ

Was war die Ausgangslage?

Die Bauherrschaft besass ein Einfamilienhaus mit zwei Vollgeschossen und einem Dachgeschoss. Das Dachgeschoss wies aufgrund der Dachschrägen eine grosse, jedoch kaum nutzbare Fläche auf, da die Schräge direkt auf dem Geschossboden ansetzte. Gleichzeitig bestand der Wunsch, das Haus künftig von zwei Parteien zu nutzen.

Die bestehende Eigentümerschaft wollte weiterhin das Erdgeschoss bewohnen. Das Ober- und Dachgeschoss sollten von einem der Kinder übernommen werden. Vor diesem Hintergrund stellte sich die zentrale Frage, ob diese Aufteilung baurechtlich, räumlich und funktional sinnvoll umsetzbar ist und welche Eingriffe dafür notwendig wären.

Wie lautete die Aufgenstellung?

Ziel war es, die baulichen und rechtlichen Möglichkeiten des Grundstücks zu prüfen und darauf aufbauend ein stimmiges Raum- und Nutzungskonzept für zwei Wohneinheiten zu entwickeln. Dabei sollten bestehende Reserven genutzt und die Eingriffe möglichst gezielt und verhältnismässig gehalten werden.

Die Aufgabenstellung umfasste insbesondere:

- Prüfung der baurechtlichen Rahmenbedingungen und Ausnützungsreserven
- Klärung der Ausbaumöglichkeiten im Dachgeschoss
- Entwicklung eines räumlichen Konzepts für zwei unabhängige Wohneinheiten
- Berücksichtigung der unterschiedlichen Bedürfnisse der beiden Parteien
- Erarbeitung eines Vorprojekts als Entscheidungs- und Planungsgrundlage

Was habe ich geleistet?

Ausgangspunkt bildete eine Grundstücksanalyse, die als Basis für die weitere Bearbeitung diente. Dabei zeigte sich, dass noch baurechtliche Reserven vorhanden waren und das Dachgeschoss vollständig ausgebaut werden durfte. Zudem waren Dachaufbauten zulässig, wodurch eine normale Raumhöhe und eine deutlich bessere Nutzbarkeit der Fläche erreicht werden konnte.

Auf dieser Grundlage wurde ein Vorprojekt erarbeitet und die bestehenden Grundrisse gemeinsam mit der Bauherrschaft weiterentwickelt. In enger Abstimmung entstanden neue Raumkonzepte für beide Parteien:

- Im Erdgeschoss wurde die Wohnung so organisiert, dass sie langfristig altersgerecht nutzbar bleibt, mit guter Belichtung, klaren Abläufen und direktem Bezug zum Garten.
- Im Ober- und Dachgeschoss entstand eine grosszügige Wohneinheit für die Familie, mit einem neuen Wohn-, Koch- und Essbereich im Dachgeschoss sowie zusätzlichen Nebenräumen.

Zur besseren räumlichen Verbindung von Ober- und Dachgeschoss wurde ein grosszügiger Deckenausbruch vorgesehen, der eine Galerie entstehen lässt und Tageslicht aus dem Dachgeschoss bis ins Obergeschoss führt. Ergänzend konnten grosszügige Aussenflächen aktiviert werden, unter anderem durch die Nutzung angrenzender Dachflächen, wodurch insgesamt eine sehr hohe Aussenraumqualität entstand.

Was war das Ergebnis?

Das Projekt zeigt, wie durch eine sorgfältige Analyse und gezielte Eingriffe ein bestehendes Einfamilienhaus in zwei vollwertige Wohneinheiten transformiert werden kann. Die vorhandene Substanz wurde sinnvoll weiterentwickelt, ungenutzte Flächen aktiviert und neue räumliche Qualitäten geschaffen.

Der Mehrwert für die Bauherrschaft lag insbesondere in:

- Klarheit über die baurechtlichen und räumlichen Möglichkeiten
- Einer langfristig tragfähigen Lösung für zwei Generationen
- Der effizienten Nutzung vorhandener Volumen- und Ausbaureserven
- Einer hohen Wohn- und Aussenraumqualität bei überschaubaren Eingriffen

Die planerische Arbeit ist abgeschlossen, das Projekt wird in den nächsten Schritten weitergeführt.

Weiterführende Links:

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