GEAK und Förderbeiträge bei der energetischen Sanierung
- Simon Käslin

- 1. Juli
- 5 Min. Lesezeit
Kurzzusammenfassung
Wer in der Schweiz energetisch saniert, kann von Förderbeiträgen profitieren, lässt sie aber oft ungenutzt, weil das System unübersichtlich wirkt. Im Zentrum stehen zwei Begriffe:
Der GEAK zeigt, wie energieeffizient ein Gebäude ist, und das Gebäudeprogramm sowie kantonale Programme fördern konkrete Massnahmen wie Dämmung, Fensterersatz oder den Wechsel zu einer Wärmepumpe. Die Höhe der Beiträge unterscheidet sich je nach Kanton und Jahr erheblich.
Wer früh plant, holt mehr heraus, weil viele Förderungen vor Baubeginn beantragt werden müssen. raumwert plus ordnet im Rahmen einer Sanierung ein, welche Massnahmen sich energetisch und wirtschaftlich lohnen.
Inhaltsverzeichnis

Sanierung geplant?
Förderbeiträge müssen vor Baubeginn beantragt sein. Eine frühe Einordnung sichert dir, was dir zusteht.

1. Was ist der GEAK?
Der GEAK ist der Gebäudeenergieausweis der Kantone. Er zeigt, wie energieeffizient ein Gebäude ist, und teilt es in Klassen von A bis G ein, ähnlich wie die Energieetikette bei Haushaltsgeräten. Bewertet werden die Gebäudehülle und die Gesamtenergieeffizienz.
Der GEAK schafft Transparenz: Eigentümer sehen auf einen Blick, wo ihr Gebäude steht. Offizielle Informationen und zertifizierte Expertinnen und Experten finden sich auf geak.ch. Für eine fundierte Sanierungsplanung ist der GEAK ein sinnvoller Ausgangspunkt.
2. Was ist der Unterschied zwischen GEAK und GEAK Plus?
Der einfache GEAK bewertet den Ist-Zustand des Gebäudes. Der GEAK Plus geht weiter: Er enthält zusätzlich einen Beratungsbericht mit mehreren Sanierungsvarianten, ihren Kosten und ihrer Wirkung. Damit wird aus einer Momentaufnahme eine Entscheidungsgrundlage.
Für private Eigentümer, die eine Sanierung planen, ist der GEAK Plus meist die bessere Wahl. Er zeigt nicht nur, wo das Gebäude steht, sondern auch, welche Schritte sich lohnen. In vielen Kantonen ist ein GEAK Plus zudem Voraussetzung für bestimmte Förderbeiträge.
3. Was ist das Gebäudeprogramm?
Das Gebäudeprogramm ist das gemeinsame Förderprogramm von Bund und Kantonen für energetische Sanierungen und erneuerbare Heizungen. Es wird teilweise aus der CO2-Abgabe finanziert und von den Kantonen umgesetzt. Aktuelle Informationen finden sich auf dasgebaeudeprogramm.ch.
Wichtig ist: Die konkrete Umsetzung und die Beiträge sind kantonal geregelt. Was in einem Kanton gefördert wird, kann in einem anderen anders aussehen. Der erste Schritt ist deshalb immer, die Regelung des eigenen Kantons zu prüfen.
4. Welche Massnahmen werden gefördert?
Gefördert werden in der Regel Massnahmen, die den Energieverbrauch senken oder erneuerbare Energien nutzen.
Wärmedämmung von Fassade, Dach und Boden
Ersatz von Fenstern in Verbindung mit Dämmung
Wechsel von fossilen Heizungen zu Wärmepumpen oder Holzfeuerungen
Anschluss an einen Wärmeverbund
Solaranlagen, je nach Kanton und Programm
Die genaue Liste und die Bedingungen variieren je nach Kanton. Manche Massnahmen werden nur gefördert, wenn sie bestimmte technische Anforderungen erfüllen.
5. Wie hoch sind die Förderbeiträge?
Die Höhe der Beiträge unterscheidet sich je nach Kanton, Massnahme und Jahr deutlich. Manche Kantone fördern grosszügig, andere zurückhaltend, und die Beträge werden periodisch angepasst. Eine pauschale Zahl ist deshalb wenig hilfreich.
Position | Richtwert | Hinweis |
GEAK (Ist-Zustand) | ca. CHF 500 – 1'500 | je nach Objekt |
GEAK Plus (mit Bericht) | ca. CHF 1'500 – 3'500 | oft Förder-Voraussetzung |
Förderung GEAK Plus | oft CHF 500 – 1'500 | max. ~50 % der Kosten, kantonal |
Wärmepumpe (bis 15 kWth) | ab CHF 4'000 pauschal | harmonisiertes Fördermodell |
Wärmedämmung | ca. CHF 40 – 90 / m² | kantonal, Bauteil gegen aussen |
Richtwerte 2025, kantonal unterschiedlich. Aktuelle Beiträge prüfen auf energiefranken.ch und dasgebaeudeprogramm.ch.
Verlässlich ist nur der Blick auf die aktuellen kantonalen Programme. Die offiziellen Quellen dasgebaeudeprogramm.ch und die Energiefachstelle des eigenen Kantons geben die gültigen Ansätze an. Wichtig ist, mit realistischen Zahlen zu rechnen und die Förderung nicht zu überschätzen.
6. Wann muss ich die Förderung beantragen?
Ein entscheidender Punkt, der oft übersehen wird: Förderbeiträge müssen in der Regel vor Baubeginn beantragt und bewilligt werden. Wer zuerst saniert und danach ein Gesuch stellt, verliert den Anspruch häufig vollständig.
Deshalb gehört die Förderung früh in die Planung. Wer die Reihenfolge kennt, sichert sich Beiträge, die sonst verloren gehen. Das ist ein einfacher, aber wirkungsvoller Hebel.
7. Warum lohnt sich ein GEAK vor der Sanierung?
Ein GEAK oder GEAK Plus vor der Sanierung sorgt dafür, dass Massnahmen aufeinander abgestimmt sind und nicht zufällig erfolgen. Er zeigt, welche Schritte die grösste Wirkung haben und in welcher Reihenfolge sie sinnvoll sind.
So vermeidet man Fehlinvestitionen, etwa eine neue Heizung in einem schlecht gedämmten Gebäude. Ob sich eine Sanierung gegenüber einem Ersatzneubau überhaupt lohnt, behandelt der Beitrag Sanieren oder abreissen.
8. Wie hängt das mit der Wirtschaftlichkeit zusammen?
Förderbeiträge senken die Investitionskosten, sind aber nur ein Teil der Rechnung. Entscheidend ist die Gesamtbetrachtung aus Investition, Energieeinsparung, Förderung und langfristigen Betriebskosten. Eine Massnahme kann auch ohne Förderung sinnvoll sein, eine andere trotz Förderung nicht.
Hinzu kommt die steuerliche Seite: Energiesparmassnahmen sind unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich abziehbar. Wie werterhaltende und wertvermehrende Investitionen steuerlich behandelt werden, behandelt der Beitrag Werterhaltend oder wertvermehrend.
9. Welche Fehler passieren am häufigsten?
Der häufigste Fehler ist, die Förderung zu spät zu beantragen und den Anspruch zu verlieren. Ebenso häufig ist, einzelne Massnahmen ohne Gesamtkonzept umzusetzen, sodass sie sich gegenseitig nicht optimal ergänzen.
Ein dritter Fehler ist, die Förderung zu überschätzen und die Wirtschaftlichkeit allein darauf zu stützen. Förderbeiträge sind ein Bonus, nicht die Grundlage einer Sanierungsentscheidung.
10. Häufige Fragen zu GEAK und Förderung
Was ist der GEAK?
Der GEAK ist der Gebäudeenergieausweis der Kantone. Er zeigt in Klassen von A bis G, wie energieeffizient ein Gebäude ist, und bewertet Gebäudehülle und Gesamtenergieeffizienz.
Was ist der Unterschied zwischen GEAK und GEAK Plus?
Der GEAK bewertet den Ist-Zustand. Der GEAK Plus enthält zusätzlich einen Beratungsbericht mit Sanierungsvarianten, Kosten und Wirkung und ist oft Voraussetzung für Förderbeiträge.
Welche Förderbeiträge gibt es für eine Sanierung?
Gefördert werden meist Dämmung, Fensterersatz mit Dämmung, der Wechsel zu Wärmepumpen oder Holzfeuerungen, Wärmeverbünde und teils Solaranlagen. Die Beiträge sind kantonal geregelt und unterschiedlich hoch.
Wann muss ich die Förderung beantragen?
In der Regel vor Baubeginn. Wer zuerst saniert und danach ein Gesuch stellt, verliert den Anspruch häufig vollständig.
Wo finde ich die aktuellen Förderbeiträge?
Auf dasgebaeudeprogramm.ch und bei der Energiefachstelle Ihres Kantons. Weil die Beiträge je nach Kanton und Jahr variieren, sind die offiziellen kantonalen Quellen massgebend.
11. Wie raumwert plus bei der Sanierung unterstützt
Bei einer Sanierung geht es um die richtige Reihenfolge, die wirtschaftlich sinnvollen Massnahmen und die rechtzeitige Nutzung von Förderungen. raumwert plus ordnet diese Punkte unabhängig ein und sorgt dafür, dass energetische und wirtschaftliche Ziele zusammenpassen.
So wird aus einzelnen Massnahmen ein stimmiges Sanierungskonzept, das Förderungen nutzt und sich langfristig rechnet. Den fachlichen Rahmen bildet die Architektur- und Planungsleistung von raumwert plus.
Sanierung geplant?
Förderbeiträge müssen vor Baubeginn beantragt sein. Eine frühe Einordnung sichert dir, was dir zusteht.




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