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Zweitmeinung Grundriss: Warum ein unabhängiger Blick entscheidend ist

  • Autorenbild: Simon Käslin
    Simon Käslin
  • 12. Jan.
  • 4 Min. Lesezeit

Kurzzusammenfassung

Der Grundriss ist das Herzstück jedes Bauprojekts. Er legt fest, wie Menschen in einem Gebäude wohnen, sich bewegen und ihren Alltag erleben. Fehler oder Unstimmigkeiten im Grundriss lassen sich später kaum korrigieren. Eine Zweitmeinung zum Grundriss hilft, Nutzung, Proportionen und Abläufe frühzeitig zu überprüfen und zu verbessern. Der Artikel zeigt, wann eine Zweitmeinung sinnvoll ist, wie eine Grundrissanalyse abläuft und weshalb sich dieser Schritt langfristig auszahlt.


Architekt macht eine Grundriss Zweitmeinung
Durchführung einer Grundriss-Zweitmeinung.

Inhaltsverzeichnis


Wenn Unsicherheit beim Grundriss besteht, lohnt sich ein früher, unabhängiger Blick.


raumwert plus bietet dafür eine unverbindliche, kostenfreie Erstsichtung des Grundrisses an. Ziel ist es, gemeinsam zu prüfen, ob Optimierungspotenzial vorhanden ist und ob eine vertiefte Grundrissanalyse sinnvoll ist.



1. Warum der Grundriss über das Wohnen entscheidet

Der Grundriss bestimmt nicht nur, ob ein Gebäude technisch funktioniert. Er legt fest, wie Menschen darin wohnen, wie sie sich bewegen, wie sie Räume wahrnehmen und wie sich der Alltag anfühlt.


Wege, Raumfolgen, Blickbezüge, Proportionen und Übergänge wirken jeden Tag – oft unbewusst. Ein ungünstiger Grundriss kann selbst bei grosszügiger Fläche zu Enge, Unruhe oder fehlender Funktion führen.

Da der Grundriss die Basis für alle weiteren Entscheide bildet, ist er einer der wichtigsten Hebel für Wohnqualität und langfristige Zufriedenheit.


2. Wann eine Zweitmeinung zum Grundriss sinnvoll ist

Eine Zweitmeinung zum Grundriss ist besonders dann sinnvoll, wenn erste Entwürfe vorliegen und die grundlegende Struktur bereits definiert ist.

Typische Zeitpunkte sind:

  • nach dem Vorprojekt

  • vor der Baueingabe

  • bei Unsicherheit, ob der Grundriss wirklich passt

  • wenn sich das Wohnen im Plan nicht stimmig anfühlt


Auch wenn ein Grundriss grundsätzlich gefällt, kann ein unabhängiger Blick wertvoll sein. Im besten Fall bestätigt die Zweitmeinung den Entwurf – auch diese Bestätigung schafft Sicherheit.


3. Häufige Probleme im Grundriss

Viele Grundrissprobleme sind auf den ersten Blick nicht sichtbar. Sie zeigen sich erst im Alltag.


Typische Themen sind:

  • Platzverschwendung durch lange oder breite Verkehrsflächen

  • ungünstige Raumproportionen

  • fehlende Abstell- oder Nebenräume

  • unklare Zonierung von Wohnen, Arbeiten und Schlafen

  • Möblierungsprobleme trotz ausreichender Fläche


Diese Probleme entstehen selten durch schlechte Planung, sondern durch Annahmen, Zeitdruck oder fehlende Perspektiven im Planungsprozess.


4. Warum der Grundriss etwas sehr Persönliches ist

Ein Grundriss ist mehr als eine technische Zeichnung. Er muss zum Leben der Bauherrschaft passen.

Alltag, Gewohnheiten, Bedürfnisse und Zukunftspläne unterscheiden sich stark. Ein Grundriss, der für eine Familie gut funktioniert, kann für eine andere unpassend sein.

Deshalb ist es entscheidend, dass eine Zweitmeinung den Grundriss nicht isoliert betrachtet, sondern immer im Zusammenhang mit dem Leben der Menschen, die darin wohnen sollen.


5. Wie eine Zweitmeinung Grundriss konkret abläuft

Eine Zweitmeinung beginnt in der Regel mit einem kurzen Gespräch. Dabei werden die Ziele, Prioritäten und Platzbedürfnisse der Bauherrschaft geklärt.

Anschliessend wird der bestehende Grundriss analysiert. Dabei geht es nicht um Geschmack, sondern um Nutzung, Logik und Alltagstauglichkeit.

Erst wenn klar ist, wo die Schwächen liegen, wird entschieden, ob und in welchem Umfang eine neue Variante sinnvoll ist.


6. Von der Analyse zur neuen Grundrissvariante

Im Zentrum einer Zweitmeinung steht nicht nur die Kritik, sondern vor allem die Lösung.

Nach der Analyse wird eine alternative Grundrissvariante erarbeitet, die gezielt auf die identifizierten Schwächen reagiert. Diese neue Variante zeigt konkret, wie es anders – und besser – funktionieren kann.

Dabei fliessen die Bedürfnisse der Bauherrschaft direkt in den Entwurf ein. Ziel ist ein Grundriss, der im Alltag überzeugt.


7. Welche Rolle bestehende Rahmenbedingungen spielen

Eine neue Grundrissvariante orientiert sich immer an den bestehenden Rahmenbedingungen. Dazu gehören Aussenwände, Fenster, Tragstrukturen oder Gebäudetiefe.

Oft wird unterschätzt, wie viel Spielraum selbst innerhalb fixer Strukturen besteht. Schon kleine Verschiebungen oder neue Zuordnungen können grosse Wirkung entfalten.

Eine Zweitmeinung arbeitet realistisch, nicht theoretisch.


8. Baurechtliche Aspekte bei der Grundrissprüfung

Grundrisse stehen immer im Zusammenhang mit baurechtlichen Vorgaben. Dazu gehören Ausnutzung, Nebenflächenregelungen oder Mindestanforderungen.


Im Rahmen einer Zweitmeinung wird geprüft, ob diese Vorgaben sinnvoll genutzt werden oder ob Potenziale ungenutzt bleiben. Gerade bei Mehrfamilienhäusern ergeben sich hier häufig Optimierungsmöglichkeiten.

raumwert plus betrachtet Grundriss, Baurecht und Nutzung immer im Zusammenhang.


9. Welche Ergebnisse Bauherren erwarten dürfen

Eine Zweitmeinung Grundriss führt zu klaren, greifbaren Ergebnissen.


Typische Resultate sind:

  • eine fachliche Einordnung des bestehenden Grundrisses

  • konkrete Hinweise zu Schwächen und Potenzialen

  • alternative Grundrissskizze oder Variante

  • eine fundierte Entscheidungsgrundlage


Ziel ist Klarheit, nicht eine Vielzahl von Varianten.


10. Was eine Zweitmeinung Grundriss nicht ist

Eine Zweitmeinung richtet sich nicht gegen den bestehenden Architekten. Sie ersetzt keine Planung und ist keine Umplanung des gesamten Projekts.

Sie ist:

  • keine Kritik an Personen

  • kein Wettbewerbsentwurf

  • keine Planung ohne Kontext


Sie dient der Qualitätssicherung und Entscheidungsfindung.


11. Praxisbeispiele aus Schweizer Projekten


Beispiel 1: Einfamilienhaus mit Platzverlust

Ein Grundriss wirkte grosszügig, verlor aber viel Fläche in Gängen. Eine neue Variante verbesserte die Nutzung deutlich, ohne das Gebäude zu vergrössern.


Beispiel 2: Mehrfamilienhaus mit unklarer Zonierung

Wohn- und Schlafbereiche waren ungünstig angeordnet. Eine alternative Grundrisslösung erhöhte die Wohnqualität und die Attraktivität der Wohnungen.


Beispiel 3: Bestätigung als Mehrwert

Ein Grundriss wurde überprüft und als schlüssig bestätigt. Für die Bauherrschaft war diese Bestätigung entscheidend für das weitere Vorgehen.


12. Woran Bauherren eine gute Grundriss-Zweitmeinung erkennen

Eine gute Zweitmeinung:

  • stellt das Leben der Bauherrschaft ins Zentrum

  • erklärt Zusammenhänge verständlich

  • bleibt sachlich und unabhängig

  • zeigt konkrete Lösungen auf

  • schafft Klarheit für Entscheidungen


raumwert plus legt dabei den Fokus auf Nutzung, Logik und langfristige Qualität.


13. Häufige Fragen zur Zweitmeinung Grundriss

Ist das nicht zu spät, wenn schon Pläne bestehen?

Nein. Bestehende Pläne sind die ideale Grundlage für eine Zweitmeinung.


Muss der Architekt davon wissen?

Das entscheidet allein die Bauherrschaft.

Lohnt sich das wirklich?

Der Aufwand ist überschaubar, der Nutzen wirkt über Jahrzehnte.


14. Nächste Schritte

Wenn Unsicherheit beim Grundriss besteht, lohnt sich ein früher, unabhängiger Blick.


raumwert plus bietet dafür eine unverbindliche, kostenfreie Erstsichtung des Grundrisses an. Ziel ist es, gemeinsam zu prüfen, ob Optimierungspotenzial vorhanden ist und ob eine vertiefte Grundrissanalyse sinnvoll ist.

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